Die Situation

In der frauenOase verkehren Frauen, welche sucht, und/oder psychisch erkrankt sind.

Einige der suchtkranken Frauen gehen, um ihren Stoff zu finanzieren, der Sexarbeit nach. Manche Freier nutzen dies aus, drücken die Preise, verlangen Sex ohne Kondom und wenden Gewalt an. Die Frauen sind so etlichen Gefahren ausgesetzt. Aber nicht nur sie. Die Gefahr der Ansteckung sexuell übertragbarer Krankheiten (HIV, Hepatitis, Syphillis und Tripper) ist sowohl für die Prostituierte, wie auch für den Freier, seine Partnerin, seinen Partner, sowie deren Kinder vorhanden.

Die psychisch erkrankten Frauen, welche in die frauenOase kommen, sind oft vereinsamt. Sie lassen niemanden in die Wohnung, weil sie nicht mehr "vorzeigbar" ist und somit die Isolierung
noch grösser wird. Sie sind grossmehrheitlich über 50 Jahre und einige sind mehr oder weniger freiwillig obdachlos. Es ist vielfach keine Krankheitseinsicht vorhanden, und sie sind nirgends
angebunden. Dies macht die Betreuung und Beratung schwierig. Es braucht viel Sensibilität.

Das Angebot

Die Anlaufstelle frauenOase ist ein wichtiger Treffpunkt für Frauen auf der Gasse. Die Frauen können sich erholen, erhalten eine kleine Verpflegung, können duschen und ihre Wäsche waschen. Sie können Spritzenmaterial und Material für die Sexarbeit kostenlos beziehen.

Zweimal im Monat ist eine Ärztin vor Ort. Die Mitarbeiterinnen begleiten die Besucherinnen bei der Wohnungssuche, Behördengängen und zu Arztbesuchen. Dabei wird grossen Wert auf Hilfe zur Selbsthilfe gelegt. Im weiteren beraten wir die Frauen bei Gesundheitsthemen wie Ernährung, Hygiene und Körperpflege. Periodisch führen wir in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe Tests durch. Dadurch können die Freier und ihr Umfeld indirekt geschützt werden.

Generell soll die frauenOase ein Ort sein, wo man zur Ruhe kommen kann, sich vom Anschaffen erholen kann, andere Frauen treffen kann und die Vereinsamung vermindert wird.